Schulpartnerschaft mit dem Tietgen Handelsgymnasium in Odense (Dänemark)

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Facebookauftritt unserer Partnerschule

(CS, 16.09.16)

Besuch der Dänen in Frankfurt (04.09. - 09.09.2016)

Diesen Besuch hatte das Vorbereitungsteam der Klingerschule in diesem Jahr unter das Thema „Frankfurt Places – Frankfurt Faces“ gestellt. Hierzu sollten die deutschen und dänischen Schüler/innen in Gruppenarbeit jeweils einen Ort, ein Gebäude, einen Park etc., der charakteristisch für Frankfurt ist, besuchen, beschreiben, dokumentieren und eine Präsentation vorbereiten.

 

Am Montagvormittag empfing ein Teil unserer Schüler/innen der Jahrgangsstufen 12 und 13 die dänischen Gäste zu einem gemeinsamen Frühstück in der Aula.

Die Schülerinnen und Schüler fanden sich in Gruppen zu 6 Personen (3 dänischen und 3 deutsche Schüler/innen) zusammen, so dass sie sich schon während des Frühstücks kennenlernen konnten. Jede Gruppe erhielt ein Thema und machten sich auf den Weg durch Frankfurt, um die Aufgaben zu bearbeiten.

 

Am Nachmittag waren alle Schüler/innen zurück in der Schule und bereiteten ihre Präsentationen im DV-Raum vor.

 

Dienstag: Besuch des Filmmuseums und der Börse

 

Mittwochvormittag: Besuch der EZB

Nachmittag: Präsentationen der Ergebnisse „Frankfurt Places – Frankfurt Faces“ in der Aula in englischer Sprache.

 

Donnerstagnachmittag: Empfang der dänischen Schüler/innen im Kaisersaal des Römer.

Abend: Besuch des Englischen Theaters

 

Dieser Besuch stand wie alle gegenseitigen Besuche der beiden Partnerschulen unter dem Motto „sich kennenlernen - möglichst viel miteinander kommunizieren - gemeinsame (auch außerschulische) Unternehmungen.“

 

So ließen es sich auch die KollegInnen der Klingerschule es sich nehmen, die Lehrkräfte der Tietgen Skolen zu einem gemütlichen Abend einzuladen.

 

Am Freitag machten sich Schüler und Lehrer der Tietgen Skolen wieder Richtung Norden auf um Berlin zu besuchen und anschließend nach Hause zu fahren.

 

Renate Kissing-Sattler

Claudia Sterzel

Sebastian Gangel

(CS, 27.09.16)

Dänemark 2016 (25.04. - 30.04.2016)

Vom 25. 4. bis 30. 4.16 fand die diesjährige Fahrt nach Dänemark statt. Neben dem Besuch unserer Partnerschule „Tietgen Skolen“ unternahmen wir einen Ausflug nach Kopenhagen und besichtigten Odense.

Nach einer langen aber schönen Bahnfahrt auf der viel gespielt und geredet wurde, erreichte unsere Gruppe, bestehend aus  13 Schülerinnen und Schülern und den begleitenden Lehrkräften Frau Sterzel und Herrn Gangel, Odense. Nachdem wir in der Jugendherberge unsere Zimmer bezogen hatten, machten wir uns in kleinen Gruppen auf den Weg in die Stadt, um essen zu gehen. Den meisten von uns hat die Inselhauptstadt Odense mit ihren vielen alten Fachwerk- oder Backsteingebäuden sehr gut gefallen und am folgenden Tag zeigte uns ein Lehrer unserer Partnerschule weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt wie z.B. das Geburtshaus von Hans Christian Andersen oder den Odenser Dom.

Am Dienstag, Mittwoch und Freitag besuchten wir die Tietgen Skolen und erhielten einen Einblick in das dänische Schul- und Sozialsystem. In dänischen Schulen wird wenig benotet, mehr in Gruppen gearbeitet und die Tietgen Skolen nutzt anstatt Papier und Büchern Laptops. Es gibt Raum für Schaukeln und viele Gruppenarbeitsplätze. Außerdem duzen sich Lehrer und Schüler.

Nachdem wir am Dienstag den Wirtschafts- und Kulturverständnisunterricht besucht hatten, dessen Schüler für uns Präsentationen über ihr Land und ihre Gesellschaft vorbereitet hatten, erarbeiteten wir am Mittwoch mit der dortigen Deutschklasse im Rahmen eines Projektes einen Vergleich der Flüchtlingssituation in Dänemark und Deutschland. Unsere Ergebnisse präsentierten wir anderen Klassen. Am Freitag besuchten wir weiteren Unterricht.

Einer der vielen Höhepunkte unseres Austausches war die Fahrt nach Kopenhagen. Nach einem gemeinsamen Stadtspaziergang durch Christiansborg, Amalienborg und weitere Teile der Innenstadt teilten wir uns auf und je nach Interesse wurden weitere Teile der Stadt besichtigt, eine Bootsfahrt unternommen, Christiania besucht oder shoppen gegangen. Christiania ist ein Stadtteil, in dem alternative Lebensformen verwirklicht werden. Er verwaltet sich autonom, Beschlüsse werden einstimmig getroffen und es gelten nahezu keine Regeln, sodass auch der Konsum von Cannabis quasi nicht geahndet wird, da die dänische Polizei dort selten tätig wird.

Am Samstag mussten wir leider schon abreisen, vorher stand jedoch am Freitagabend der Besuch der Schulparty auf dem Programm. Es traten bekannte dänische Künstler auf und auch Getränke und eine Garderobe waren organisiert.

Die auf dem Austausch gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke von Dänemark und seiner Gesellschaft sind für uns Schüler eine Bereicherung. Wir möchten den begleitenden Lehrkräften sowie der Organisatorin Frau Kissing-Sattler ganz herzlich danken und hoffen, dass der Austausch auch für zukünftige Jahrgänge ermöglicht werden kann.

 

(Bericht von J. R. BG 13b)

(CS, 17.09.16)

Dänemark 2015 (20.04. - 24.04.2015)

Pünktlich um 5:55 Uhr am Montagmorgen fuhren wir am Frankfurter Hauptbahnhof Richtung Dänemark ab. Auf Grund der frühen Uhrzeit waren alle noch sehr müde und daher nicht sonderlich gesprächig. Nach einer halbstündigen Pause in Hamburg ging es über Niebüll und Bramming nach Odense, wo wir gegen 16 Uhr ankamen. Nach Zimmereinteilung und kurzem Einrichten, machten wir gemeinsam einen Stadtspaziergang und hatten anschließend noch Freizeit. Weil unsere Jugendherberge direkt am Bahnhof lag, waren wir schnell im Stadtzentrum. Das Hostel hatte zusätzlich zu den sauberen, und für uns völlig ausreichenden Zimmern noch einen Gästekeller mit einer Küche, gemütlichen Sofas und einem Fernseher. Obwohl Odense mit ca. 184.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Dänemarks ist, kam sie uns eher wie eine schöne Kleinstadt vor. Der gemütliche Eindruck wird durch ein paar Parks, viele kleine Geschäfte und die Sauberkeit der Stadt verstärkt. Die Altstadt fanden wir sehr hübsch, da man  hier den norddeutschen Baustil mit den roten Backsteinen wiederfindet. Beim Shoppen fiel uns gleich auf, wieviel teurer Klamotten, Kaffee und Alkohol sind. Für einen Kaffee zahlt man hier 6 Euro aufwärts!

Am Dienstagmorgen trafen wir uns um 9 Uhr, um mit dem Bus zur Schule zu fahren, wo wir von Karen, welche uns auch schon in Frankfurt besucht hatte, in Empfang genommen wurden. Als wir in die Schule kamen, waren wir alle gleich von der modernen Gestaltung beeindruckt. Die Schule wirkt sehr großzügig und hell, was eine angenehme Atmosphäre erzeugt. Aufgefallen sind uns die elektronischen Vertretungspläne, welche an Monitoren an verschiedenen Stellen im Foyer hingen und wir waren alle fasziniert von dem, im Foyer integrierten Hörsaal, welcher als Aula dient. Hier hängt ein großer Bildschirm, an welchem durchgängig Nachrichten laufen. Auf dem Weg in die Mensa kamen wir an Tischkickern vorbei, welche den Schülern in den Pausen zur freien Verfügung stehen, was uns begeistert hat. Positiv aufgefallen ist uns außerdem die Sauberkeit der Schule. In der Mensa trafen wir dann die dänischen Schüler, welche uns im vorangegangenen Herbst schon besucht hatten und es wurden Gruppen aus jeweils zwei Deutschen und drei bis vier Dänen gebildet, welche unser Alter (18-20) hatten. In den Gruppen unterhielten wir uns während des für uns vorbereiteten Frühstücks. Die Kommunikation fand hauptsächlich auf Englisch statt, jedoch konnten viele durch den Deutschunterricht auch sehr gut Deutsch.

Viele hatten den Eindruck, dass die Schüler eher konservativ gekleidet sind. In ihren Blusen und Hemden wirken sie ein bisschen  förmlicher und schicker. Anschließend haben uns die dänischen Schüler und Schülerinnen durch ihre Schule geführt und wir haben erfahren, dass das Tietgen Handelsgymnasium mit seinen 1.500 Schülern die größte Oberschule Dänemarks ist. Überall gibt es gemütlich eingerichtete Aufenthaltsräume, ausgestattet mit Tischen, Stühlen, Couches und Fernsehern und Tafeln an den Wänden, wo sich die Schüler während der Gruppenarbeiten aufhalten können. Besonders war außerdem, dass jeder Klassenraum einen Balkon hatte, auf dem die Schüler die Pausen verbringen können. Überrascht waren wir von dem riesigen Parkplatz, welcher sowohl den Lehrkräften als auch den Schülern zur Verfügung steht und dass so viele Schüler nicht nur mit dem Fahrrad, wie in Dänemark eigentlich üblich, sondern auch mit dem (eigenen) Auto zur Schule kommen. Nach einer halbstündigen Pause hatten wir Englischunterricht. Hier wurden die dänischen Schüler für eine Gruppenarbeit zum Thema „Amerika“ aufgeteilt, an welcher wir Deutschen uns beteiligen konnten. Sehr ungewohnt war es für uns, dass die Lehrer von den Schülern nicht nur mit Vornamen angesprochen, sondern auch geduzt werden. Außerdem wurden zwischen Schülern und Lehrern sehr viele Scherze gemacht, wodurch ein lockerer Umgang herrschte. Die dänischen Schüler arbeiten seit mittlerweile 5 Jahren ohne Papier, sprich ohne Bücher, Blöcke und Stifte – sie benötigen ausschließlich ihre Laptops, es herrscht also ein ganz anderes pädagogisches System als wir es gewohnt sind. Auch, dass die Schüler viel öfter Gruppenarbeiten machen und sich für diese auch aus dem Klassenraum begeben dürfen gehört zu den Unterschieden. In Dänemark werden viele Fächer, wie Geschichte beispielsweise, auf Englisch unterrichtet. Auch weil viele der amerikanischen Kinofilme nicht ins Dänische übersetzt werden und sie somit auf Englisch gesehen werden, können unserer Meinung nach die dänischen Schüler deutlich besser Englisch sprechen als wir in demselben Alter. Das Schulsystem ist in Dänemark ganz anders als bei uns aufgebaut. Es spaltet sich in Folksschule und Oberschule. Die Folksschule umfasst die erste bis zehnte Klasse und anschließend kann man sich, wenn die Noten gut genug sind, für ein allgemeinbildendes oder ein Wirtschaftsgymnasium (sog. Oberschulen) entscheiden.

Als der Unterricht um 13:30 Uhr endete, hatten wir den Nachmittag mit den dänischen Schülern zur freien Verfügung und gingen mit ihnen in die Stadt, wo wir den gesamten Nachmittag verbrachten. Abends hat unsere Gruppe gemeinsam in der Gästeküche gekocht und gegessen und ein Großteil hat sich anschließend zum Fußball Schauen um den Fernseher versammelt.

Am Mittwochmorgen fuhren wir nach Kopenhagen. Leider hatte unser Zug 30min Verspätung, wodurch wir erst gegen 11 Uhr in Kopenhagen ankamen. Herr Erling Stange, ein dänischer Lehrer, begleitete uns und führte uns durch die Hauptstadt Dänemarks, welche 580.000 Einwohner hat und eine Hafenstadt ist. Kopenhagen hat eine reizvolle Innenstadt mit vielen schönen Geschäften. Auch das Meer, welches durch Kopenhagen mäandert und auf dem viele Hausboote ankern und die alten Häuser, größtenteils mit roten Backsteinen gebaut, lassen Dänemarks Hauptstadt in einem schönen Licht erscheinen. Kopenhagen ist allerdings längst nicht so eindrucksvoll wie andere Hauptstädte, wie zum Beispiel Paris und Rom, was vielleicht auch daran liegt, dass Kopenhagen kein richtiges Wiedererkennungszeichen hat. Nach der Stadtführung fuhren wir eine Stunde Boot, um uns die Stadt noch einmal vom Wasser aus anzuschauen. Dabei sahen wir auch eine der Sehenswürdigkeiten Kopenhagens, die kleine Meerjungfrau.

Gegen 17 Uhr trafen wir uns wieder am Nyport und liefen gemeinsam zu dem Viertel „Christiania“, welches - von Mauern umgeben - mitten in Kopenhagen liegt. Hier leben seit 1971 ca. 900 Menschen, die sich ganz vom Staat abgeschottet haben. Es herrschen nur drei Regeln: „1. Keine Fotos 2. Nicht rennen, das erzeugt Panik und 3. Das Kaufen und Verkaufen von Hash ist immer noch illegal.“ Von diesem Viertel waren wir alle gleichauf begeistert, da hier Menschen scheinbar ohne  Gesetze zusammenleben und das seit fast 45 Jahren zu funktionieren scheint. Zwar führt die Polizei hier ab und zu Razzien durch, da der Drogenverkauf, welcher hier unter anderem stattfindet, immer noch illegal ist und sie das Gebiet eigentlich räumen wollen -  bis jetzt hat sich dieses Viertel jedoch gut gehalten. Sobald man in dieses Viertel kommt, verändert sich die Mentalität der Menschen schlagartig – sie sitzen in Gruppen zusammen, haben sich unterhalten und bekommen anscheinend von dem Stress, der außerhalb herrscht, nichts mit. Nach erneuter Freizeit trafen wir uns um 20 Uhr am Hauptbahnhof und waren gegen 22 Uhr zurück in Odense in unserem Hostel.

Am nächsten Morgen wurden wir in der Schule einer anderen Klasse zugeteilt und hatten  Wirtschaftsunterricht auf Englisch. Hier wurden wir deutschen Schüler mit den Dänen zusammen in Gruppen aufgeteilt und besprachen deutsche Unternehmenskonzepte, was anschließend auf Englisch präsentiert wurde. Nach dem Wirtschaftsunterricht und einer halbstündigen Mittagspause hatten wir Geschichts- und Sportunterricht. Wie uns die dänischen Schüler bereits im Vorhinein angekündigt hatten, war die Geschichtslehrerin deutlich strenger als die Lehrer, welche wir bereits kennengelernt hatten. Die Lehrerin machte Frontalunterricht und wie uns die Schüler sagten, konnte man mit ihr nicht so viele Späße machen, wie mit den anderen Lehrkräften, wodurch der Umgang auch nicht so locker war. Der Sportlehrer hatte sich sehr große Mühe bei der Vorbereitung des Sportunterrichts gegeben und viele verschiedene Spiele vorbereitet. Der Unterricht endete um 15 Uhr und der Nachmittag stand uns erneut zur freien Verfügung. Die letzten Kronen wurden ausgegeben.

Rückblickend kann man sagen, dass die Dänemarkfahrt sehr gelungen war und wir sie alle genossen haben. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, da es frühlingshaft warm und sonnig war. Zwischen uns Schülern und den Lehrern herrschte die gesamte Zeit eine sehr entspannte und lockere Atmosphäre. Wir möchten uns bei den begleitenden Lehrkräften, Herrn Gangel und Herrn Sennert,  und bei Frau Kissing-Sandler, welche die Organisation übernommen hat, ganz herzlich bedanken und hoffen, dass dieses Projekt noch lange aufrecht erhalten werden kann.

 

Caroline Laier

(CS, 11.12.15)